Sonntag, 1. Mai 2011

Euro-Rettungsschirm | Ein trüber Tag in einer kleinen irischen Stadt


Euro-Rettungsschirm

Es ist ein trüber Tag in einer kleinen irischen Stadt. Es regnet und alle Straßen sind leer gefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und
alle leben von Krediten.

An diesem speziellen Tag fährt ein reicher deutscher Tourist durch die Stadt, hält bei einem kleinen Hotel und legt einen 100EUR Schein auf den Tresen an der Rezeption.

Er sagt dem Eigentümer, dass er die Zimmer inspizieren möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten.

Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel und als der Besucher die Treppen hinauf gegangen ist, nimmt der Hotelier den 100 EUR Schein, rennt zum
nächsten Haus und bezahlt seine Schulden beim Schlachter.

Der Schlachter nimmt die 100EUR, rennt die Straße runter und bezahlt den Schweinezüchter.

Der Schweinezüchter nimmt die 100EUR und bezahlt seine Rechnung beim Futter- und Treibstofflieferanten.

Der Mann bei der Bauern Co-op nimmt den 100 EUR Schein und rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.

Der Kneipenwirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.

Die Prostituierte rennt zum Hotel und bezahlt die ausstehende Zimmerrechnung mit dem 100EUR Schein.

Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen, so dass der wohlhabende Reisende nichts bemerken würde.

In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt den 100 EUR Schein und meint, dass die Zimmer ihm nicht gefallen.

Er steckt den Schein ein und verlässt die Stadt. Niemand produzierte etwas.

Niemand verdiente etwas. Wie auch immer, ist nun die Stadt ohne Schulden und man schaut mit großem Optimismus in die Zukunft. Und dies ist das System,
wie das EU Rettungspaket funktioniert.

Quelle: Zusendung per E-Mail, Verfassserin bzw. Verfasser persönlich bekannt.

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Der Europäische Stabilisierungsmechanismus (ESM, umgangssprachlich auch Euro-Rettungsschirm) ist eine Regelung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion mit dem Ziel, akut drohende krisenhafte Folgen, die durch übermäßige Verschuldungen einzelner Mitgliedstaaten der Eurozone verursacht werden können, abzumildern. Es soll damit die Eskalation zu einer unbeherrschbaren Krisensituation für überschuldete Mitgliedstaaten verhindert werden, wie auch eine potenzielle Ansteckung der übrigen Mitgliedstaaten der Eurozone mit einer Finanz-, Währungs- und Wirtschaftskrise. Der ESM sieht dazu insbesondere Notkredite durch die nicht überschuldeten Mitgliedstaaten vor.

In den Bestimmungen zur Währungsunion im Vertrag von Maastricht 1992 war zunächst kein Stabilisierungsmechanismus vorgesehen. Vielmehr sollte eine strenge Nichtbeistands-Klausel die Verantwortlichkeit jedes Mitgliedstaats der Europäischen Union für seine eigene Haushaltspolitik gewährleisten. Infolge der griechischen Finanzkrise, die sich kurz danach zur Euro-Krise 2010 ausweitete, wurde jedoch zunächst für drei Jahre begrenzt die Einführung des Stabilisierungsmechanismus beschlossen. Ende 2010 beschloss der Europäische Rat eine Reform des AEU-Vertrags, durch die der Stabilisierungsmechanismus ab 2013 dauerhaft gelten soll.


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