Freitag, 24. Januar 2014

International Conference - Mosque-Building Conflicts | 
Internationale Tagung - Moscheebaukonflikte

Switzerland | Schweiz

Umstrittene Sichtbarkeit. Moscheebaukonflikte in der Schweiz, in Deutschland und Österreich im Vergleich | Internationale Tagung


Veranstaltungsort:



Landgut Castelen, Giebenacherstrasse 9. CH-4302 Augst (Basel-Land), Schweiz
Das Landgut Castelen befindet sich in unmittelbarer Nähe der Römerstadt Augusta Raurica
(Fotoquelle: http://www.konstruktionsgeschichten.ch/bilder/kg_tagung2_gross.jpg)


Termin: 23.05.2014 - 25.05.2014

Donau‐Universität Krems
Zentrum Religion und Globalisierung
www.donau‐uni.ac.at/religion

Universität Basel
Theologische Fakultät
theolrel.unibas.ch


Auf dieser internationalen Tagung werden die jeweiligen Konfliktlandschaften rund um den Moscheebau in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum ersten Mal im Vergleich dargestellt und analysiert. Dabei wird versucht, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im gesellschaftlich-politischen Umgang mit Moscheebau in den drei Ländern und die möglichen Gründe dafür herauszuarbeiten.

In einem weiteren Schritt werden die Moscheebaukonflikte aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und Forschungsfelder analysiert, um zu einem genaueren Verständnis dieser sozialen Prozesse zu gelangen. Schließlich werden anwendungsorientierte und normative Überlegungen präsentiert, wie Moscheebauprojekte auf lokaler Ebene konstruktiv begleitet werden können und vor welchen Herausforderungen die Nationalstaaten angesichts der größeren religiösen Pluralität stehen.


Programm Moscheebaukonflikte Download pdf, 226 KB     



Die Teilnahme an der Tagung ist frei.

Begrenzte Teilnehmerzahl.



Anmeldungen bis 3. Mai 2014 an:
Frau Corinne Dittes
c/o Prof. Dr. Reinhold Bernhardt,
Heuberg 33
CH-4051 Basel
E-Mail: c.dittes@bluewin.ch

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Im Zuge der verschiedenen Arbeits‐ und Fluchtmigrationen nach Westeuropa seit den 1960er Jahren
ist der Anteil der muslimischen Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Der schrittweise
Übergang von der Migration zur Niederlassung drückt sich auch in der Institutionalisierung des Islam
aus, u.a. im Ausbau und in der Verbesserung der religiösen Infrastruktur. Das Sichtbarwerden der
Muslime im öffentlichen Raum in Form repräsentativer Moschee‐ und Minarettbauten ist mit
gesellschaftlichen und politischen Konflikten verbunden, die sich in den einzelnen westeuropäischen
Ländern in unterschiedlicher Weise ereignen.

Auf dieser internationalen Tagung werden die jeweiligen Konfliktlandschaften rund um den
Moscheebau in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum ersten Mal im Vergleich dargestellt und analysiert. Dabei wird versucht, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im gesellschaftlich‐politischen Umgang mit Moscheebau in den drei Ländern und die möglichen Gründe dafür herauszuarbeiten. In einem weiteren Schritt werden die Moscheebaukonflikte aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und Forschungsfelder analysiert, um zu einem genaueren Verständnis dieser sozialen Prozesse zu gelangen. Schließlich werden anwendungsorientierte und normative Überlegungen präsentiert, wie Moscheebauprojekte auf lokaler Ebene konstruktiv begleitet werden können und vor welchen Herausforderungen die Nationalstaaten angesichts der größeren religiösen Pluralität stehen.

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein!

Prof. Dr. Reinhold Bernhardt
Professur für Systematische Theologie
Universität Basel

PD Mag. Dr. Ernst Fürlinger
Zentrum Religion und Globalisierung
Donau‐Universität Krems

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Programm

Freitag, 23.05.2014

14.00: Eröffnungsvortrag
Das Konfliktfeld Zuwanderung – Islam im deutschsprachigen Raum. Der historisch‐politische Kontext der Moscheebaukonflikte
Nikola Tietze, Hamburger Institut für Sozialforschung

Diskussion

I. Moscheebau und Moscheebaukonflikte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz im Vergleich

17.00: Moscheebau und –konflikte in der Schweiz
Martin Baumann, Universität Luzern
Respondentin: Amira Hafner‐Al Jabaji, Interreligious Think Tank, Zürich

Diskussion

Samstag, 24.05.2014

9.00: Moscheebau und –konflikte in Deutschland
Thomas Schmitt, Universität Erlangen
Respondent: Abdelmalek Hibaoui, Universität Tübingen

11.00: Moscheebau und –konflikte in Österreich
Ernst Fürlinger, Donau‐Universität Krems
Respondent: Farid Hafez, Wien

II. Moscheebaukonflikte in europäischen Nationalstaaten:
Analytische Perspektiven verschiedener Disziplinen

14.00: Der symbolische Raum der Nation: Historische Perspektive
Franziska Metzger, Universität Fribourg

15.00: Islamfeindlichkeit als Kontext von Moscheebaukonflikten. Rassismustheoretische Perspektive
Yasemine Shooman, TU Berlin

16.30: Islamfeindlichkeit, rechtspopulistische Akteure und Moscheebau: Perspektive der
Rechtsradikalismusforschung
Damir Skenderovic, Universität Fribourg

17.30: Der Kampf um die Deutungshoheit
Religionstheologische Überlegungen im Rückblick auf den Schweizer Minarettstreit
Reinhold Bernhardt, Universität Basel

Sonntag, 25.05.2014

III. Lokale Erfahrungen mit der Begleitung von Moscheebauprojekten

9.00: Transparenz und Öffentlichkeit. Lokale Moscheebauprojekte in einem schwierigen Umfeld
begleiten
Eva Grabherr, Projektstelle “okay. zusammen leben", Dornbirn

10.30: Abschlussvortrag und Diskussion
Re‐thinking Democracy. Religiöse Diversität und die Perspektive der offenen, post‐nationalen Republik
Isolde Charim, Wien

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Die Veranstaltung bildet die achte Tagung im Rahmen der Serie religionstheologischer Tagungen, die
die Professur für Systematische Theologie/ Dogmatik an der Universität Basel seit 2002 durchführt.
Themen der Tagungen waren zuletzt u.a.: interreligiöse Theologie, komparative Theologie, multiple
religiöse Identität, Religionsfreiheit in der Schweiz.
Die Referate der Tagung „Umstrittene Sichtbarkeit“ werden in Buchform in der Reihe „Beiträge zu
einer Theologie der Religionen“ im Theologischen Verlag Zürich erscheinen.


Zielgruppe:


Die wissenschaftliche Tagung richtet sich vor allem an Lehrende, an den akademischen Nachwuchs
und an Studierende der Theologie, Religionswissenschaft, Islamwissenschaft, Jüdische Studien und
 Sozialwissenschaften, sowie an Verantwortliche in den Bereichen der Politik und Administration
 (v.a. Integrationspolitik, Baubehörden, Stadtplanung), der Medien und an Vertreter der
Religionsgemeinschaften. Begrenzte Teilnehmerzahl.


Kosten: 
Die Teilnahme an der Tagung ist frei.


Kosten entstehen für die Mahlzeiten (sFr 30,‐ pro Mittag‐ und Abendessen).
 Die Teilnehmenden werden gebeten, selbst um Zimmerreservierung besorgt zu sein.


Information:
www.augustaraurica.ch/hotels und www.basel.com/de.

Besonders zu empfehlen:
www.landgasthof‐adler.com und www.roessliaugst.ch.


Anfahrt:


Per Bahn:

Bahnstrecke Basel (SBB) – Rheinfelden – Zürich, Bahnhof Kaiseraugst.
Von Basel SBB fährt
der Zug immer x.20 und x.50 Uhr, die Fahrt dauert 11 Min.
Vom Bahnhof Kaiseraugst ca. 10 Min.

Fußweg (Richtung Römermuseum).


Rückfahrt:

Vom Bahnhof Kaiseraugst fährt der Zug immer x.26 und x.56 Uhr.


Per Auto: Autobahn A3/E60. Ausfahrt Augst, an der Kreuzung rechts, unter der Eisenbahnlinie
hindurch, dann rechts in die Giebenbachstrasse einbiegen (Wegweiser Römermuseum). Dann scharf
links den kleinen Weg hoch einbiegen (Wegweiser R. Calvel Stiftung).


Parkplätze befinden sich oben beim Haus.


Anmeldung:


Schriftliche Anmeldung bis 3. Mai 2014 an

Frau Corinne Dittes
c/o Prof. Dr. Bernhardt
Heuberg 33,
CH‐4051 Basel.
E‐Mail: c.dittes@bluewin.ch

Die Tagung wird finanziell gefördert durch die Freiwillige Akademische Gesellschaft Basel und den
Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.


Impressum:

Donau‐Universität Krems
Dr.‐Karl‐Dorrek‐Strasse 30
3500 Krems
Austria


Für den Inhalt verantwortlich:

Dr. Ernst Fürlinger.

Titelbild: Moschee Bad Vöslau, Modell der ursprünglich geplanten Architektur (Februar
2007), die nicht realisiert wurde.

Copyright: Kosaplan+Partner.

Änderungen vorbehalten.


Quelle: http://www.donau-uni.ac.at/de/department/migrationglobalisierung/veranstaltungen/id/20366/index.php

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Update vom 27.03.2014:


Interview | Lisa Mayr | Ernst Fürlinger | derstandard.at
19. März 2014, 05:30 Uhr


Moscheen mit Minaretten sind in Europa nicht einfach Bauwerke: Sie sind Projektionsfläche für Identität


Über den Wolken - muss die Religionsfreiheit wohl grenzenlos sein: das Minarett der Moschee des türkischen Kulturvereins Atib in Saalfelden im Pinzgau.
Fotoquelle: http://images.derstandard.at/2014/03/18/1395064230058-minarett800.jpg | Foto: apa/Barbara Gindl



Ernst Fürlinger: "Die Rechte dominiert das politische Framing in den Moscheebaukonflikten."
Fotoquelle: http://images.derstandard.at//2014/03/18/1395064240709-fuehrlinger.jpg | foto: donau-uni krems

STANDARD: Warum ist es hierzulande so schwer, gelassen über Moscheebauten zu sprechen?

Fürlinger: Die Konflikte um Moscheebauten sind deshalb so komplex, weil sich verschiedene gesellschaftliche Konflikte überlagern. Moschee und Minarett werden von vielen Menschen als Symbol für den Islam als Weltreligion schlechthin gesehen, dem weithin eine skeptische bis feindliche Haltung entgegenschlägt. An repräsentativen Moscheen im Stadt- oder Ortsbild wird sichtbar, dass sich die religiöse Landschaft und die Bevölkerungszusammensetzung in Österreich deutlich verändert haben - durch Migration und eine große muslimische Bevölkerungsgruppe. Das kann man in dem Moment, in dem große Moscheen entstehen, als Tatsache nicht mehr ignorieren.

STANDARD: Welche Rolle spielt bei diesem Konflikt der Kampf um den öffentlichen Raum?

Fürlinger: Der öffentliche bzw. soziale Raum ist ein Raum aus Machtverhältnissen. Hier passiert eine sichtbare Verschiebung: Die einstigen "Gastarbeiter" sind durch die Moscheebauten als neue Bürger plötzlich manifest und greifbar. Die Mehrheitsbevölkerung nimmt diese Veränderungen sehr sensibel wahr und reagiert noch feindlicher, weil es sich im Falle der türkischen Muslime um eine überwiegend negativ besetzte Gruppe handelt.
 
STANDARD: Der Islam ist seit 1912 in Österreich anerkannt. Geht es bei den Moscheekonflikten um die jetzt erst entstandene Sichtbarkeit des Islam im öffentlichen Raum?

Fürlinger: Seit den 60er-Jahren hat sich in Österreich eine muslimische Bevölkerung entwickelt. Die gesetzliche Gleichberechtigung im Verhältnis zu den christlichen Kirchen wurde erst seit damals relevant. Mit einer Verzögerung von 50 Jahren beginnen die Arbeiter mit muslimischer Zugehörigkeit aus Ländern wie Jugoslawien und der Türkei nun mit dem Aufbau einer Infrastruktur von repräsentativen Gebäuden. Bis dahin gab es nur kleine improvisierte Gebetsräume: weil die Muslime genau wie die Gesellschaft davon ausgegangen sind, dass sie nur kurz in Österreich bleiben werden.

STANDARD: Warum reagiert die Gesellschaft in Europa auf die Sichtbarwerdung des Islam so abwehrend? Geht es da um Religion oder um Rassismus?

Fürlinger: In einer fast ironischen Weise fällt die Phase der Integration der muslimischen Communitys mit der verstärkt negativen Wahrnehmung des Islam als "Feind des Westens" auf globaler Ebene zusammen. Dazu kommt, dass viele Menschen, die sich gar nicht mehr mit dem Christentum identifizieren, dennoch davon ausgehen, dass der öffentliche Raum in Europa kulturell christlich geprägt ist und bleiben soll. Die Präsenz einer anderen, nichtchristlichen Religion wird als Störung des symbolischen Raums der Nation empfunden. Darauf reagiert man mit Grenzziehungen und einer Haltung der "kulturellen Verteidigung".

STANDARD: Welche Rolle spielt hier der Aufstieg des politischen Islam seit den 70er-Jahren - etwa durch die Revolution im Iran und Attentate islamistischer Gruppen weltweit?

Fürlinger: Das öffentliche Image und Bild dieser Religion wurde dadurch sehr negativ beeinflusst. Der Islam hat unter der Mehrheit der Bevölkerung Europas ein ausgesprochen negatives Image und wird von vielen mit Gewalt, Fanatismus, Intoleranz und der Unterdrückung von Frauen assoziiert.

STANDARD: Gibt es Unterschiede zwischen den westeuropäischen Ländern, was diese Wahrnehmung des Islam betrifft?

Fürlinger: Deutliche. In Deutschland ist die Ablehnung wesentlich höher als z. B. in Frankreich und in den Niederlanden, obwohl es auch dort heftige politische Auseinandersetzungen rund um die Präsenz des Islam gibt. Der Mord am niederländischen Filmemacher Theo van Gogh 2004 durch einen islamistischen Attentäter markiert den Beginn einer Welle der Islamfeindlichkeit in Europa.

STANDARD: Die Absenz von Religion im öffentlichen Raum ließe sich trefflich aus säkularer Perspektive argumentieren. Die politische Rechte bringt gegen den Islam aber das Christentum in Anschlag.

Fürlinger: Das Thema Islam, Migration von Muslimen und Moscheebau wird von nationalistischen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Bewegungen als Gelegenheitsstruktur genutzt, um politisch zu mobilisieren. Das ist ganz deutlich im Falle der FPÖ. Der Widerstand gegen Moscheen kommt auch aus dem rechtskonservativen katholischen Eck, zum Beispiel von der Partei "Die Christen". Noch weiter rechts treten Neonazis auf, die etwa bei der Demonstration gegen das Bauprojekt in der Wiener Dammstraße dabei waren. Religiöse Symbolik und Sprache werden gezielt instrumentalisiert, um mit diesem affektiv starken Hebel die gesellschaftliche Mitte anzusprechen.

STANDARD: Ohne politische Rechte keine Moscheebaukonflikte in Europa?
Fürlinger: Die Rechte dominiert das politische Framing, wie man die Frage von Moscheebau beurteilen soll. Man könnte auch den Verfassungsrahmen betonen - etwa das Grundrecht auf Religionsfreiheit, das Recht auf Diskriminierungsfreiheit oder den Anerkennungsstatus der Muslime. Verhandelt wird das Thema aber im Denkrahmen der Nation und ihrer imaginierten kulturellen Einheit. Die Frage nach den normativen Grundlagen wie der Religionsfreiheit kommt nur am Rande vor. Auch die muslimischen Bauherren bringen das wenig bis gar nicht ins Spiel. Die sehen sich so stark in der Defensive, dass sie nicht aktiv das durch die Verfassung garantierte Grundrecht auf Religions- und Kultusfreiheit beanspruchen.

STANDARD: Die Anti-Moscheen-Stimmung reicht allerdings weit in die gesellschaftliche Mitte hinein. Erwin Pröll begründete 2007 seine Ablehnung von Moscheebauten etwa mit der Aussage, Minarette seien etwas "Artfremdes". Da stellt sich die Frage: Was ist diese Art, die da konstruiert wird?

Fürlinger: Es ist ein altes Muster, dass durch den Ausschluss der "Fremden" die Gemeinschaft gestärkt werden soll. Moscheebaukonflikte sind eine Form des öffentlichen Rituals, in dem Einbeziehung und Ausschluss kollektiv verhandelt werden. An diesen Konflikten kristallisiert sich die Frage, wer eigentlich die "nationale Gemeinschaft" bildet, wer in die nationale Solidarität einbezogen wird und wer nicht.
 
STANDARD: Wie lautet Ihre Antwort?

Fürlinger: Wir müssen die Erzählung der Nation weiterentwickeln und die neuen kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Fäden einweben, damit sie der faktischen gesellschaftlichen Realität in ihrer Vielfalt entspricht. Leider sind die Stimmen jener, die nationalistische Enge und einen ausschließenden Begriff von Nation propagieren, lauter als jene Stimmen in den Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und anderen Teilen der Zivilgesellschaft, die den ethnischen Nationsbegriff öffnen und in eine republikanische Richtung erweitern und verändern wollen.

STANDARD: Woher kommt das wiedererstarkte Bedürfnis vieler Menschen nach der Zugehörigkeit zu einer Nation?

Fürlinger: Durch Globalisierungs- und Migrationsprozesse werden die Gesellschaften so verunsichert, dass das traditionelle Konzept der Nation wieder stärker nachgefragt wird - als vermeintlicher Schutz gegen eine entfesselte Globalisierung. Auch die Mittelschicht ist heute krisenbedingt sozial und wirtschaftlich sehr verunsichert - auch das sieht man an den Moscheekonflikten. (Lisa Mayr, DER STANDARD, 19.3.2014)

Ernst Fürlinger leitet das Zentrum für Religion und Globalisierung an der Donau-Universität Krems. Sein Buch "Moscheebaukonflikte in Österreich" erschien 2013.

Die Tagung "Umstrittene Sichtbarkeit - Moscheebaukonflikte in der Schweiz, Deutschland und Österreich im Vergleich" findet von 23. bis 25. Mai in Augst (Schweiz) statt.

Mehr Forschung Spezial finden Sie hier.

Quelle: http://derstandard.at/1395056978123/Moscheekonflikte-sind-ein-oeffentliches-Ritual